Jahresrückblick 2020

Liebe Niedersachsen,

ein außergewöhnliches Jahr neigt sich dem Ende entgegen.
In beinahe allen Lebensbereichen mussten und müssen wir unsere liebgewonnenen und bisher für unverzichtbar gehaltenen Gewohnheiten einschränken oder aufgeben, um das, was wirklich wichtig ist, zu schützen: unsere Gesundheit.

Selbstverständlich hatte dies auch massive Auswirkungen auf unser Landesgruppenleben.
Nachdem wir im März noch zwei JPen planmäßig durchführen konnten, mussten wir vorerst alle weiteren Aktivitäten absagen. Erst nach den Sommermonaten wurde es mit dem vom Bundesvorstand erarbeiteten Hygienekonzept möglich, das Prüfungsgeschäft wieder aufzunehmen. In Niedersachsen entschieden wir uns dafür, die nachzuholenden JPen nicht auszuschreiben, sondern die außerordentliche “Viertage- Meldefrist“ zu nutzen und mit den Hundeführenden und Revierinhabenden abhängig vom Erntezeitpunkt in den Revieren die Termine individuell abzustimmen. Auch wenn dies einen erheblichen Organisationsaufwand bedeutete, konnten wir so die bestmöglichen Bedingungen schaffen und es kamen gute Ergebnisse zustande.
Die EPBen zogen sich aufgrund dessen bis in den späten Oktober hinein.
Auf die Ausrichtung einer GP verzichteten wir aus Kapazitätsgründen bewusst. Wenn es möglich ist, wollen wir dafür im nächsten Jahr versuchen, eine landesgruppenübergreifende GP mit unseren benachbarten Wachtelfreunden zu organisieren.

Ein riesengroßes DANKESCHÖN sei den Organisierenden, Revierinhabenden und Richterinnen und Richtern ausgesprochen! Diese Prüfungssaison hat gezeigt, was machbar ist, wenn Zusammenhalt und Miteinander für eine gemeinsame Sache gelebt werden. Nur so war dies möglich. DANKE.

Züchterisch verlief das Jahr 2020 hervorragend. Es wurden in der Landesgruppe 13 Würfe gewölft und aufgezogen. Die Welpennachfrage ist aktuell ebenfalls sehr gut.
Insgesamt sind wir mit den Ergebnissen des Jahres 2020 also zufrieden.
Ohne Wenn und Aber blieb natürlich der ebenso wichtige Teil des geselligen Miteinanders -jenseits von Prüfung und Zucht- auf der Strecke! Wir haben fest vor, dies zu gegebener Zeit gebührend nachzuholen.

Auch außerhalb des VDW gab es 2020 Entwicklungen, welche uns und unsere Hunde betreffen (werden).
Am 10. September wurde der erste Fall von Afrikanischer Schweinepest in Deutschland nachgewiesen. Am 25. September fand der „Nationale Waldgipfel“ aus Anlass des Waldsterbens aufgrund der Dürre- und Borkenkäferkatastrophe statt. Eine große Mehrheit innerhalb der Interessenvertretungen, politischen Entscheidungsträgern und Landnutzern bzw. -eigentümern bekundete Einigkeit darüber, dass die konsequente Regulation des Schalenwildes obligatorisch sei, um die sich daraus ergebenden Herausforderungen zu meistern. Dies schlägt sich u. a. in der im November verabschiedeten Bundesjagdgesetznovelle nieder.

Aber wie sollte dieses Ziel ohne Bewegungsjagden mit brauchbaren Stöberhunden gelingen?

Hier bietet sich ein großes Potential für unsere Rasse. Es ist nur an uns, bei jeder passenden Gelegenheit selbstbewusst von und mit unseren leistungsstarken Wachtelhunden zu überzeugen.
In diesem Sinne braucht es uns nicht beeindrucken, dass in diesem Jahr die erste “alternative“ Brauchbarkeitsprüfung abseits der JGHV/LJN- Statuten vom ÖJN Niedersachsen und Bremen für alle Hunde (unabhängig vom Phänotyp) abgehalten wurde.

Liebe Niedersachsen, wir freuen uns mit Euch gemeinsam darauf, dieses und vieles Weitere endlich wieder in großer Runde zu diskutieren und zwanglose Zeit miteinander und mit unseren Hunden verbringen zu können. Bis es soweit ist, lasst uns geduldig bleiben und verständnisvoll und solidarisch mit unseren Mitmenschen den aktuellen Notwendigkeiten nachkommen. Selbstverständlich sind wir aber jederzeit für Themen, Sorgen und Ideen, die Euch in Sachen Wachtelhunde, Landesgruppe und VDW bewegen, ansprechbar (ggf. auch im Vertrauen!).

Wir wünschen Euch alles Gute, vor allem natürlich eine robuste Gesundheit, Frohe Weihnachten im Kreise Eurer engsten Familie, ein paar ruhige Tage zum Ende dieses historischen Jahres und einen guten Start ins neue Jahr 2021.

Wachtelheil, Euer Landesgruppenvorstand


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