Züchtertreffen der Landesgruppe Niedersachsen

Züchtertreffen der Landesgruppe Niedersachsen

Am 09. Februar trafen sich rund 40 Züchterinnen und Züchter sowie
andere an der Zucht des Deutschen Wachtelhundes interessierte
Niedersachsen in Suderburg- Räber zum zweiten, vom Zuchtwart Olaf
Müller initiierten, Landesgruppen-Züchtertreffen.
Ganz besonders erfreulich war die Anwesenheit von Tanja Müller und Olaf Schmelz, die die
lange Anreise nicht scheuten und durch Ihre Expertise und „den Blick über
den Landesgruppen- Tellerrand hinaus“ die Gespräche und Diskussionen
sehr bereicherten. Herzlichen Dank hierfür!
Auf der Tagesordnung standen zunächst die aktuellen Informationen zum
züchterischen Tagesgeschäft im VDW und der Landesgruppe im Speziellen.
Nach aktuellem Stand könnte das Zuchtjahr 2019 demnach in
Niedersachsen ein recht ergiebiges werden. Besonders freute sich der
Zuchtwart auch über gleich mehrere neue Zwingeranmeldungen in der
Landesgruppe.
Es folgte ein anschaulicher und ausgesprochen kurzweiliger Vortrag vom
jahrzehntelangen Ausbilder und Züchter Karl- Heinz Strohmeyer (KHS).
(Eine Zusammenfassung der zentralen Aussagen folgt diesem Bericht unter dem Titel
„Aufbruch“)
Nach einer kurzen Einführung, welche auch die Höhen und Tiefen eines
Züchters am Beispiel seines eigenen Zwingers
„vom Waldläufer“ veranschaulichte, gab KHS wertvolle Tipps und Anregungen zur
Welpenaufzucht in den ersten Tagen und Wochen. Aber er nannte auch
wichtige Warnsignale und Risiken, welche in dieser Zeit auftreten können,
was besonders den anwesenden jüngeren Züchterinnen und Züchtern
manchen „Aha- Effekt“ brachte. Im weiteren Verlauf des Vortrags ging KHS
auf die vergangene und gegenwärtige Zuchtordnung und –lenkung im
VDW ein und schlussfolgerte deren negative Auswirkungen auf den
aktuellen Gesundheitszustand der Rasse. Es entspann sich eine lebhafte,
konstruktive Diskussion entlang der von KHS ganz bewusst provokant
formulierten „notwendigen Gegenmaßnahmen“. Trotz einigem Für und
Wider bei den Details, kristallisierte sich in den Grundsätzen dennoch eine
beeindruckende, landesgruppenübergreifende Einigkeit heraus. Sowohl
das „Bremsen lösen bei der Zuchtzulassung“
als auch die bereits vom Zuchtleiter des VDW im Editorial der DWZ 2/2019 hervorgehobene
„Bedeutung der Zuchtbreite durch den Einsatz möglichst vieler nicht verwandte Hunde“
wurden von den Anwesenden als richtige und wichtige Stellschrauben angesehen. Es besteht also großer Anlass zur
Hoffnung, dass sich diese Grundsatz- Einigkeit auch anderswo offenbart
und zukünftig zum Wohle unserer tollen Hunde in konkrete,
mehrheitsfähige Maßnahmen mündet.
Im Anschluss an die umfangreiche Diskussion folgte als letzter
Tagesordnungspunkt noch das gemütliche Beisammensein im Kreise
Gleichgesinnter. Auch hier ergaben sich aufgrund der frisch beendeten
Jagdsaison angeregte Gespräche und das Ende der Veranstaltung konnte
somit erst zu fortgeschrittener Abendstunde protokolliert werden.
Ein ganz herzlicher Dank geht an Familie Fritsch für die Bereitstellung der
Räumlichkeiten und die Organisation rund um das leibliche Wohl.

Christoph Mews

Link zum Artikel:

Aufbruch


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