JP Wiefelstede 24.3.18

Am 24. März 2018 trafen wir uns im Gasthaus Bohnens bei Friedburg zur JP Wiefelstede.
Tatsächlich hat sich diese Prüfung aus dem Ammerland durch Revierwechsel ins benachbarte Ostfriesland verschoben.
Dieses hatte zwar für die Richter noch weitere Wege zur Folge, die neuen Reviere entschädigten uns jedoch
mit guten Hasenbesätzen, so dass wir mit Wetter und Revieren optimale Prüfungsbedingungen hatten.
Nachstehende Prüfungsergebnisse konnten erzielt werden:

Blue-Bay von Rustens 1. Preis
Una Vom Räberspring 2. Preis
Lesko vom Köhnshof 3. Preis
Xhavit vom Lonautal 3. Preis
Canna von Rustens ohne Preis

ws

K.F.Körner


JP Spelle 24.03.18

Bei besten Bedingungen mit Temperaturen zwischen 8-10 Grad, Sonnenschein und in den Frühstunden ausreichend Bodenfeuchtigkeit
traten am 24.03.18 5 Gespanne zur JP in Spelle an.
Alle konnten die Prüfung erfolgreich absolvieren.
3 Gespanne erreichten den 3.Preis und 2 Gespanne konnten den 1. Preis erreichen.

Mein herzlicher Dank gilt Familie Rauen für die Organisation vor Ort, allen Revierinhabern, Revierführern, Richtern und allen anderen Beteiligten.

spelle

Maike Flentje


JP Dassel 24.03.18

Zu der witterungsbedingt um eine Woche verlegten JP im Raum Dassel konnten wir auf die bereits bewährten Feldflächen
der Reviere Sülbeck und Strodthagen zurückgreifen.
Sehr gut dosierte Hasenbesätze ermöglichten uns eine problemlose Durchführung der Prüfung auf der Hasenspur.
Den Revierpächtern und Ortskundigen, die uns unterstützt und die Straßen abgesichert haben, sei hierfür herzlichst gedankt.
Alle übrigen Fächer wurden in der Rfö Grubenhagen des Forstamtes Dassel geprüft. Auch hierfür unser Dank für die gute Zusammenarbeit.
Vorkommende Wildarten waren Muffel,- Schwarz und Rehwild. Trockenes Wetter, leichter Südwind bei guter Bodenfeuchte und Temperaturen bis 12 Grad am Mittag stellten für die Hunde beste Bedingungen.
Alle drei gemeldeten und erschienenen Gespanne kamen mit überwiegend sehr guten Ergebnissen in die Preise.
Aufgrund der beginnenden ersten Hitze dreier Geschwisterhündinnen wurden diese bewusst in eine Gruppe eingeteilt.
Eine insgesamt harmonische Prüfung mit am Ende glücklichen Hundeführern.

Stefan Thielebeule
Prüfungsleiter

Wenja v.d. Vernaburg
111Punkte 2.Preis.

Wanka v.d. Vernaburg
118 Punkte 2. Preis

Wilke v.d. Vernaburg
128 Punkte 1.Preis.

Dassel1

Dassel2

Stefan Thielebeule


Verlegung Jugendprüfung Dassel 17.03. und 18.03.

Sehr geehrte Hundeführerinnen und Hundeführer,

die Wetterprognose für das kommende Prüfungswochenende sagt einen erneuten starken Wintereinbruch voraus!

Es werden erhebliche Schneefälle und Tageshöchsttemperaturen von -6 bis -8 °C vorher gesagt. Durch den vorausgesagten ganztägigen Schneefall an den Prüfungstagen und den starken Frost befürchten wir, dass die Prüfung nicht unter regulären Bedingungen durchzuführen ist.

Grundsätzlich sind wir immer bestrebt, allen Hunden möglichst gute Bedingungen zu bieten damit sie ihr Leistungsvermögen unter Beweis stellen können. Dies scheint unter den o.g. Voraussetzungen nicht möglich.

Wir haben uns daher heute, nach Abstimmung innerhalb des Vorstandes und unter Einbeziehung der örtlich verantwortlichen Revierführer, dazu entschieden die Jugendprüfungen in Dassel am 17.03.2018 und 18.03.2018 witterungsbedingt abzusagen.

Ich hoffe diese Entscheidung trifft auch ihre Zustimmung, sie ist letztendlich  zum Wohle der Hunde getroffen worden!

Als Ersatztermin für die beiden abgesagten Prüfungen möchten wir ihnen das Folgewochenende Samstag den 24.03.2018 und Sonntag den 25.03.2018 anbieten.

Mit freundlichen Grüßen

Steffen Fitzner
Prüfungsgeschäftsstelle Landesgruppe Niedersachsen

 


Kleine Schwarzwildjagd im Bobenwald

Die Schwarzwildstrecke des Landkreises Uelzen liegt seit Jahren auf Spitzenniveau im niedersachsenweiten Vergleich. Der uelzener Jägerschaft obliegt daher eine besondere Verantwortung beim ernsthaften Versuch einer Bestandsreduktion.
Am 24. Februar traf sich eine zehnköpfige Korona, um im Revier Bobenwald (bei Ebstorf) des Niedersächsischen Forstamts Oerrel diesem Auftrag erneut nachzukommen. Bei bestem trocken-kaltem Winterwetter sollte in einem rund 400 Hektar großen Laubmischwald noch einmal das eine oder andere Stück Schwarzwild zur Strecke gebracht werden.
Die Beunruhigung des Wildes übernahmen zwei jeweils einzeln geschnallte Wachtelhunde.
Nach dem Besetzen der Drückjagdstände bekam \Ludwig von der Göhrde den ersten Einstandskomplex. Er zeigte eine sehr gute Stöberarbeit, schaffte es aber leider nicht im Labyrinth der zahlreich vorhandenen Rehe den richtigen Weg zum Schwarzwild zu finden. So folgte er ausgiebig seiner Passion und jagte intensiv und ausdauernd an mehreren Stücken Rehwild. Eine wunderbare Arbeit für die Augen und Ohren des forstlich ambitionierten Stöberhundfreundes!
Leider konnte der Hundeführer im Anschluss hieran aufgrund eines wichtigen Termins nicht länger an der Jagd teilnehmen.
Im zweiten “Treiben“ wurde \Ronja von der Nachtweide in eine gezäunte, etwa 4 Hektar große Eichenkultur geschnallt. Die Hündin nahm die Fläche unverzüglich an, wurde schnell laut und brachte einen etwa 40kg schweren Überläufer auf die Läufe. Sie bedrängte diesen so, dass die Sau nicht durch eines der Kriechlöcher sondern stumpf durch ein intaktes Element des Hordengatters flüchtete. Die Hündin jagte den Überläufer dann weit aus dem Revier und wurde nach 20 Minuten per Ortungsgerät eingefangen.
Im zweiten Anlauf bekam die Hündin eine neue unberührte Nadelholzdickung zugewiesen. Sie umschlug diese jedoch nur kurz und nahm dann direkten Kurs auf „ihr“ etwa 100 Meter entferntes Eichengatter. Hier wurde sie erneut kurz standlaut und brachte einen weiteren Überläufer auf die Läufe. Auch diesen jagte sie anhaltend an zwei Schützen vorbei bis aus dem abgestellten Bereich.
Leider konnte keine der einzelnen, flüchtigen Sauen von den Schützen im richtigen Moment angesprochen werden und somit verbot sich ein Schuss aus Tierschutzgründen. Zwei weitere Überläufer und eine einzelne starke Sau, welche beim Beziehen der Stände bereits rege wurden, konnten ihre Schwarte leider ebenfalls aus dem Gefahrenbereich retten. Somit konnten die beteiligten Waidmänner zum Schüsseltreiben nicht auf eine eigene Strecke zurückgreifen, ein nahegelegenes Restaurant schaffte jedoch Abhilfe. Das traumhafte Winterwetter und die sehr überzeugenden Hundearbeiten ließen alle zufrieden über die fehlende Beute hinwegsehen.
Für die Hündin \Ronja von der Nachtweide wird außerdem der Leistungsnachweis S beantragt.

Christoph Mews

P1090117
Foto: Roman Fritsch


Junghundejagd der Landesgruppe Niedersachsen

Zum bereits vierten Mal traf sich am letzten Januarwochenende die Jagdkorona zur sogenannten Junghundejagd in der Lüneburger Ostheide im Niedersächsischen Forstamt Oerrel. Neben der jagdlichen „Stammmannschaft“ des Forstamts meldete sich auch eine große Zahl von Gästen auf die Einladung der VDW- Landesgruppe Niedersachsen. Insgesamt 26 Junghundeführer mit zum Teil sehr weiter Anreise aus anderen Bundesländern nahmen das Angebot an und boten ihren jungen Jagdhelfern die Möglichkeit erste praktische Stöberjagderfahrung zu sammeln.
Wie üblich konnten diese Azubis in der ersten Stunde des Treibens ganz auf sich allein gestellt ihre Stöberanlage und Jagdpassion ausleben. Es zeigte sich der hohe Nutzen einer Jagdmöglichkeit in solch einem Rahmen. Auch wenn einige der jungen Stöberhunde bereits beeindruckende Stöber- und Fährtenarbeiten ablieferten, gab es gleichzeig Hunde, die trotz gutem Finderwillens noch nicht in der Lage waren, sich ausreichend von ihren Führern zu lösen und Wild zu finden. Für diese Hunde war es besonders wertvoll einmal vor der anstehenden Jugendprüfung eine solche Jagd zu erleben.
Nach der ersten Stunde wurden dann die erfahrenen Stöberhunde hinzu geschnallt.
Es zeigte sich einmal mehr, wie positiv das Modell Stöberjagd unter Sicherheits-, Tierschutz- und Effektivitätsgesichtspunkten zu beurteilen ist. Nur mit spurlauten Solojägern kann in zunehmend strukturreichen Wäldern ohne Menschen „im Treiben“ das Wild tierschutzgerecht beunruhigt und so an wenigen Tagen im Jahr der notwendige Abschuss erfüllt werden. Wild und Wald bleiben auf diese Weise von dauerhaftem Jagddruck verschont.
Im Anschluss an die Jagd bestand für die Teilnehmer die Möglichkeit bei Kaffee und Kuchen an einem theoretischen Vortrag zur Vorbereitung auf die Jungendprüfung teilzunehmen. Auch dieses Angebot erfuhr gute Resonanz.
Nach mittlerweile vierjähriger „Erprobungszeit“ ist die Junghundejagd der Landesgruppe Niedersachsen ein fester Termin im Jagdkalender des Forstamts Oerrel und eine echte Win-Win-Veranstaltung geworden. Das Forstamt profitiert maßgeblich von den Kontakten zu Hundeführern auf diesem Wege und (revierlose) Hundeführer erhalten eine sehr gute Möglichkeit, ihre Hunde Stöberjagderfahrung sammeln zu lassen.
Die Veranstalter können die Junghundejagd daher guten Gewissens allen Jagdleitern zur Nachahmung empfehlen!
Ein großer Dank geht an die Jagdleitung im Niedersächsischen Forstamt Oerrel und die Revierleitungen der Förstereien Bostelwiebeck und Medingen sowie allen am reibungslosen Ablauf der Veranstaltung beteiligten Helfern.

Christoph Mews

IMG-20180127-WA0002


Jahresbericht Zuchtwart vom 11.2.2017 – 21.1.2018

Deckrüdenliste

Mein persönlicher Wunsch der Erstellung einer Deckrüdenliste konnte ich in 2017 aufgrund Umbau, Familie, reger Zuchttätigkeit und in Ermangelung eines Vertreters noch nicht umsetzen. Dank Eva Busch und Christian Engell im Januar d. Jahres umgesetzt.

Termine

  • Zuchtausschussitzung 17./18.2.2017 in Großenlüder nähe Fulda

Variabilitätsuntersuchung – Ergebnisse waren in der DWZ zu lesen.

Folge davon: keine Ausnahmegenehmigung mehr für Mischpaarungen

Umsetzung und Durchführung der Röntgenquote zum 1.1.2018

Allgemeine Zuchtfragen

Wahl des Kleinen Zuchtausschusses > Roswitha Holtorf

  • Züchtertreffen 20.5.2017 auf Jagdhütte im Solling

Gute Beteiligung

Allgemeine Diskussion und Gedankenaustausch

Fragen an den Zuchtausschuss:

Variabilitätsuntersuchung

Warum werden die Hunde nicht nach dem Zufallsprinzip ausgesucht sondern möglichst weit entfernt gewählt > ist in einer natürlichen Population ja auch nicht gegeben

Evtl. Lockerung der Zuchtkriterien bei Hündinnen

Nicht alle Fächer einer EPB/GP wichtig??

JP für ältere Hunde aus der Bewerbung um Zuchttauglichkeit nachträglich herzustellen

Was sind zuchtauschließende Fehler mit 2 verschiedenen Partnern für die Zuchtsperre?

Warum Kopie d. Ahnentafel für die Prüfungsanmeldung? ZB-Nr. ist vorhanden und somit Daten aus DogBase verfügbar

Abendansitz aus Ermangelung von Interesse nicht möglich – Führer(innen) kamen von weit her

Verständigung auf ein weiteres Züchtertreffen mit entsprechendem zeitlichem Vorlauf vor der jetzigen LG-Versammlung um noch Anträge in die HV einbringen zu können. Abfrage vom 14.8.2017 allerdings bisher nur eine einzige Antwort!!!!

Abfrage nach Zuchtaktivitäten

31.8.2017
23.12.2017
Sehr passive Aussagen – dann nicht wundern, wenn Käufer in andere LG zum Welpenerwerb gehen und evtl. sogar komplett wechseln

Einrichtung WhatsApp-Gruppe Helferteam
Hier möchte ich besonders Christian Stadtländer und Roswitha Holtorf hervorheben, da sie soweit es ihre Möglichkeiten hergaben immer bereit waren zu helfen (Zuchtstättenabnahme, Wurfabnahme,…)

Zuchtaktivitäten

Würfe
Zucht

• Aktuelle Deckvorgänge

vom Heidewald – Decktermin: 31.12.2017
vom Räberspring – Decktermin: 14.1.2018
Bussen Decktermin: 18.1.2018

• Neue Zwinger:

vom Lutterspring mit Gabriela und Holger Hülse, Königslutter
vom Luckauer Forst mit Rebecca Knüppel, Luckau LK Lüchow-Dannenberg
von der Emsweide mit Florian Felschen, Gersten

• Deckrüdeneinsatz

Michel aus der Jossaburg
1x von der Schunter
1x von der Blankenburg
Bismarck vom Achterberg
1x vom Hegetal
Wotan vom Rittergut
1x von Dreiannen – Hündin nicht aufgenommen > Deckakt war aber auf den letzten Drücker, daher evtl. schon zu spät
Obelix von der Lausebuche
1x von der Haburg
1x von der Finstergasse
Aldo von der Alten Aller
1x vom Lutterspring
1x vom Räberspring – verworfen
1x Bussen
Janno von der Göhrde
1x vom Junkernhof
Orkan vom Waldläufer
1x vom Waldfreund
Mattis vom Wolfsberg
1x vom Luckauer Forst
Ludwig von der Göhrde
1x von Dreiannen
Marko aus der Jossaburg
1x von Rustens

• Deckmarken

gebe ich nur hündinnenbezogen raus – so hat auch der Rüdenbesitzer die Sicherheit, dass kurz vorher mit
aktuellen Infos auf die Verpaarung geguckt wird
Kontrolle der Zuchttauglichkeit kann ansonsten nicht erfolgen
3 Deckakte pro 365 Tage
Abgleich weitere Deckmarken nach dem 5. Deckakt – min. 10 Nachkommen geröngt und auf JP geführt

• Deckschein

Ausgabe immer schnellst möglich, aber rechtzeitig Info.
Jeder weiß, dass er mittelfristig einen Wurf plant. Dann kann man sich ja schon mal melden. Deckakt fällt
ja nicht vom Himmel. Aussage: „Hündin färbt und es muss los gehen“, klappt z.T. aufgrund des
Röntgenquotenabgleichs nicht mehr


Röntgenquote

• Ab 1.1.2018
30% der Würfe von 18-36 Monate
Beispiel: Decktermin heute 21.1.2018
Dann müssen alle Würfe vom 21.1.2015 – 21.7.2016 eine Mindeströntgenquote von 30% haben. Würfe davor und
danach interessieren nicht.

Vertreterfrage

Züchterpreis

T-Wurf vom Waldläufer mit Ida vom Waldläufer x Orkan vom Waldläufer
7 von 8 Welpen auf JP geführt
5x I. Preis
1x II. Preis
2x III. Preis

Danke noch mal für die tolle Zusammenarbeit und schönen Erlebnisse. Aber eine kleine Bitte nicht immer alles auf den letzten Drücker……

Olaf Müller


S – Jagden in Niedersachsens Wäldern

Wieder mal haben in Niedersachsen S-Jagden zum Ende des alten und zu Beginn des neuen Jahres, initiiert durch die Landesgruppe Niedersachsen, stattgefunden. An dieser Stelle möchte ich nicht nur die Leistungen der Hunde würdigen, sondern die der teilnehmenden Richter und Beobachter. Außerdem eine Herzensangelegenheit: Der Dank an die, welche die Reviere für diesen besonderen Hundeeinsatz zur Verfügung stellen. Natürlich nicht ganz selbstlos, da man ja vom Einsatz unserer Hunde auf den groß angelegten Gesellschaftsjagden profitiert. Trotzdem ist es eine besondere Geste seitens privater Pächter, der Landesforsten, der Klosterkammerforsten oder des Kreisforstamtes Spießingshol, immer wieder ihre Flächen für den sehr speziellen Einsatz unserer Hunde zur Verfügung zu stellen.

Am Beispiel des Letztgenannten Forstamtes einige Ausführungen:
Treffen am Freitag 5.Januar 2018, 8.00 Uhr vor Ort in der Försterei Brandshof. Frisch gebrühter Kaffee, anwesend zwei Revierbeamte, eine gut eingestimmte Corona, zusammengesetzt aus ortskundigen Jägern, die auch an diesem Jagdtag als Gruppenführer fungieren, drei Verbandsrichter, perfekte Organisation, eine äußerst großzügige Freigabe in Abstimmung auf die prallgefüllten Dickungen, schließlich zum Abschluss perfektes Catering in Form vom Revierleiter persönlich gegrillter Gratis- Wildbratwürstchen (alleine schon Grund genug, an dieser Jagd teilzunehmen)!
Trotzdem schwingt über den Tag hinweg inhaltlich immer eine morgens geäußerte Aussage mit! „Frage: Was gibt es langweiligeres als eine S-Jagd? Antwort: Zwei S- Jagden!“
Tatsächlich erleben wir es so auch an diesem Freitag wieder. Woran liegt das? Besonders zwei der eingesetzten Hunde sorgten für dieses Phänomen. Nachdem zielsicher Schwarzwild gefunden wurde, um es mit Vehemenz aus der Dickung zu „exportieren“, konnte man auf den Ortungsgeräten förmlich wahrnehmen: „Ich bin dann mal weg!“. „Man“ verabschiedete sich jeweils über mehre Kilometer für sehr geraume Zeit und die Corona hatte gefälligst auszuharren, denn die PO unseres Vereins gibt klar vor, dass nur ein Hund zurzeit geschnallt sein darf. Einem „Durchgehhundeführer“ mag es angesichts solcher Verhaltensweisen dieser Solojäger schütteln. Aber: Genau dieses geniale Verhalten unserer Wachtelhunde – das zielgerichtete Finden der Sauen, kombiniert mit dem sicheren „Rausschmeißen“ und dem dann so wichtigen „Weitertransportieren“, bringt die Gewährleistung, dass das Wild an vier, fünf, ja, nicht selten an bis zu zehn und mehr Drückjagdständen vorbei kommt, um schließlich sicher angesprochen und erlegt werden zu können. Da kommen sehr schnell einige Kilometer zusammen. Das „Hin“ ist ja einigermaßen schnell erledigt, während sich beim „Zurück“ etwas mehr Zeit genommen wird und die Ablenkungen in Form von neuen Versuchungen ja auch nicht gerade zu verachten sind! Ein Abweichen von der eigenen Rückfährte kann die Effizienz der eingesetzten Stöberer stark erhöhen, natürlich nur so lange, wie es sich im angesetzten Zeitfenster des Treibens bewegt. Zum Ende, bzw. darüber hinaus sorgt dieses Verhalten nicht selten für graue Haare bei den „Standschnallern“.

So war es schließlich im Kreisforstamt Spießingshol, dass man neben der wundervollen Gastfreundschaft auch von einer gewissen „Opferbereitschaft“ der eingesetzten Kräfte sprechen kann. Ob das wohl den teilnehmenden Hundeführern immer so bewusst ist? Ich rege an dieser Stelle an, einen kleinen Obolus in der Art eines Nenngeldes abzuverlangen, der dann für gute Zwecke in die Landesgruppenkasse fließen könnte!

Noch auf ein letztes Wort: Wir sollten nicht müde werden, auf die beschriebenen Leistungen unserer Hunde hinzuweisen. Auch wenn die Kombination der vom Stand geschnallten Solojäger mit den von Durchgehschützen und Treibern geführten Hunden einen höheren Wirkungsgrad verspricht, sind die Gegenargumente in Sachen Sicherheit nicht zu toppen. Denken wir an die Standards auf Schießständen, muss uns das Wandeln von Treibern und Treiberschützen in unseren Dickungen schlaflose Nächte bereiten. Dass es bedingungslos ohne Personenbewegung im Treiben funktioniert, beweisen zum Beispiel nach wie vor die Forstämter Dassel (Landesforsten Niedersachen), das Klosterforstamt in Niedersachsen und die Forstbetriebe Oberharz und Süd in Sachsen- Anhalt. Die Streckenzahlen in teilweise schwindelnder Höhe – besonders auch beim Schwarzwild – sprechen für sich! Das einiges an Schwarzwild dabei liegen bleiben dürfte kann man angesichts des absolut geringeren Gefährdungsgrades von Menschleben und Gesundheit vernachlässigen!
Ach ja, warum drei handfeste VDW-Richter angesichts eindeutiger Leistungsnachweise der eingesetzten Hunde nicht gleich das Leistungszeichen „S“ zuteilen dürfen, es stattdessen eines komplizierten Antragsverfahrens bedarf (beim Leistungszeichen „Spurlautstrich“ auf der Hasenspur geht es ja auch), wird sich mir vermutlich nie erschließen!

Karl-Heinz Strohmeyer